Musste Ihr Unternehmen in den letzten 2 Jahren in 3 aufeinanderfolgenden Vierteljahren jeweils einen Umsatzrückgang oder einen Rückgang des Auftragseinganges hinnehmen?
Erläuterung:
Bitte denken Sie an die Bereinigung von Preiserhöhungen oder Preissenkungen, an Zeiten zu denen traditionell die Umsätze zurückgehen, wie z.B. bei Saisonbetrieben und wetterabhängigen Unternehmen und ähnliche "normale" Umsatzschwankungen.
Nicht zu bereinigen sind Einflüsse durch die Konkurrenz, Konjunktur, technische Entwicklung und so weiter.
Gibt es in Ihrem Unternehmen mangelnde Kapazitätsauslastungen, die branchenbedingt sind?
Erläuterung:
Hierher gehören nicht branchenbedingte saisonale Einflüsse (z.B. Skilift im Sommer). Hierher gehören auch nicht unbedingt Konkurrenzmaßnahmen, die auf Einzelaktivitäten eines agressiven Mitbewerbers zurückgehen.
Hierher gehören aber z.B. Entwicklungen, die überregional in der Branche auftreten und zu mangelnder Kapazitätsauslastung bei allen Unternehmern der Branche führen, wie z.B. die flächendeckende Entstehung von Einkaufszentren und Factory-Outlet-Centers im Handel, die Entstehung neuer Techniken, wie z.B. die Zucht von Acker- oder Zugpferden und die Herstellung von Lochkarten für die Holerithmaschinen oder die Erfindung des Autos für die Postkutsche sowie das Ende von absehbar endlichen Entwicklungen wie z.B. des Eisenbahnbaues nach der Erschließung des amerikanischen Westens .
Gibt es in Ihrer Branche konjunkturbedingte Mängel bei der Kapazitätsauslastung?
Erläuterung:
Hierher gehört ebenfalls nicht der jahreszeitbedingte Umsatzausfall bei Saisonbetrieben und schon gar nicht regionale Konkurrenz. Ebenfalls nicht hierher gehören Überkapazitäten, die aus branchen- oder produkttypischen Entwicklungen entstehen.
Hierher gehören vor allem Entwicklungen, die dazu führen, dass früher beschäftigte Betriebsteile jetzt nicht mehr richtig ausgelastet sind, nicht weil Sie einen Anteil am nach wie vor vorhandenen "Kuchen" verloren haben, sondern weil Sie zwar Ihren Marktanteil gehalten, eventuell sogar ausgebaut haben, das Volumen des Marktes insgesamt aber aufgrund von allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen schrumpft.
Gibt es in Ihrem Unternehmen nicht ausgelastete Betriebsteile?
Erläuterung:
Hierher gehören nicht Leistungen Ihres Betriebes, die sich zwar nicht rentieren, aber aus Markt- oder Imagegründen erforderlich sind, wie z.B. unrentable Serviceleistungen, die der Kunde erwartet wie Kleinteileverkauf im Fahrradhandel. Eine Schraube für 0,49 Euro zu verkaufen lohnt sich wirtschaftlich nicht, wer das aber nicht tut, verkauft auch kein hochwertiges Motorrad.
Hierher gehören z.B. historisch entstandene Betriebsteile (oft das "Stammhaus" auf dem Dorf), denen der Betrieb entwachsen ist oder aufgrund von Subventionen oder Abschreibungsmöglichkeiten zugekaufte Betriebsteile, die ihren Zweck eine Subvention zu erwerben erfüllt haben und von Anfang an eigentlich keinen anderen Sinn hatten, als öffentliche Gelder "abzuräumen".
Gibt es in Ihrem Betrieb strukturelle Überkapazitäten?
Erläuterung:
Hierher gehören nicht Überkapazitäten, die durch Entwicklungen entstanden sind.
Strukturelle Überkapazitäten sind überschießende betriebliche Ressourcen, die nicht ausreichend ausgelastet sind, die aber auch nicht ohne weiteres abgeschafft werden können. Hierher gehören typischerweise kleine Betriebe, die dennoch entsprechende maschinelle oder personelle Kapazitäten vorhalten müssen, diese Kapazitäten aber nicht ausreichend auslasten können. Ein Steinbruchbetrieb benötigt z.B. mindestens einen Bagger, einen LKW und eine Raupe. Sind nur 2 Mitarbeiter vorhanden, steht eine dieser Maschinen immer leer, kann aber nicht abgeschafft werden.
Mussten Sie bereits geplante Erweiterungsinvestitionen streichen oder stoppen?
Erläuterung:
Hierher gehört nicht die vernünftigerweise durchgeführte Überprüfung einer Investition, die die Erkenntnis gebracht hat, dass sich diese Investition nicht rentieren wird. Hierher gehört auch nicht, wenn Sie eine Investition aufgeben, weil Sie mit der Finanzierung Probleme haben. Wir befinden uns um Bereich Aufträge.
Hierher gehört aber, wenn Sie Investitionen streichen mussten, weil Sie sie trotz positiver wirtschaftlicher Daten, die einer kritischen Verprobung Stand halten, dennoch nicht durchführen konnten, weil sich herausgestellt hat, dass Sie den dafür erforderlichen Marktanteil nicht erreichen können, obwohl er vorhanden ist.